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Benutzungsordnung gültig ab 01.04.2014


Nachfolgend die wichtigsten Auszüge aus der Benutzungsordnung:

2.1 Befugnis zum Starten und Landen

2.1.1
Die Benutzung des Flugplatzes ist gegen Entrichtung der in der Flugplatz-Entgeltordnung festgelegten Entgelte mit Flugzeugen und Hubschraubern bis 14 000 kg gestattet.

Der Betrieb von Luftschiffen, Segelflugzeugen, Frei- und Fesselballonen, Drachen, Flugmodellen und sonstigen für die Benutzung des Luftraumes bestimmten Geräten ist nur mit besonderer Erlaubnis des Flugplatzunternehmers und nur im Einvernehmen mit den zuständigen Flugsicherungsorganen zulässig. Benutzungsbeschränkungen sowie sonstige flugbetriebliche Auflagen sind in dem „Luftfahrthandbuch Deutschland“ veröffentlicht.

(…)

2.3 Rollen und Schleppen

2.3.3
Bei Bedarf werden Luftfahrzeuge vom Flugplatzunternehmer oder – nach Vereinbarung – von dem Luftfahrzeughalter geschleppt. Sie dürfen nur von geschultem Personal geschleppt werden. Hierbei werden Gebühren im Bereich des Vorfeldes, der Landebahn- und Rollbahnflächen berechnet. Handlinggebühren beim Flugzeugtransport innerhalb der Halle werden nur berechnet, wenn der Luftfahrzeughalter bzw. Pilot keine Hilfestellung zu diesem Vorgang leistet. Der Luftfahrzeughalter bzw. der Pilot hat für das Schleppen die notwendigen Weisungen zu geben.

(…)

2.6 Abstellen und Unterstellen

2.6.1
Bleibt ein Luftfahrzeug länger auf dem Flugplatz als vier Stunden, so hat es der Luftfahrzeughalter
auf Verlangen auf einer ihm zugewiesenen Abstellfläche abzustellen oder in einer Halle unterzustellen. Abstell- und Unterstellplätze werden vom Flugplatzunternehmer zugewiesen.

Aus Sicherheits- und Betriebsgründen kann er das Verbringen des Luftfahrzeugs auf einen anderen Abstell- oder Unterstellplatz verlangen oder – wenn der Luftfahrzeughalter nicht erreichbar ist oder dem Verlangen nicht rechtzeitig nachkommt – das Luftfahrzeug durch eigenes Personal oder einen Beauftragten dorthin ohne eigene Kraft rollen oder Schleppen.

2.6.2
Die Sicherung eines abgestellten Luftfahrzeuges obliegt dem Luftfahrzeughalter. Bei Dunkelheit oder schlechter Sicht hat er ein abgestelltes Luftfahrzeug durch Lichter zu kennzeichnen, sofern dies aus Sicherheitsgründen erforderlich ist.

2.6.3
Für das Abstellen und das Unterstellen eines Luftfahrzeuges gelten die gesetzlichen Vorschriften über die Miete (§§ 535 ff. BGB), soweit nicht in dieser Benutzungsordnung oder der Entgeltordnung abweichende besondere Vorschriften getroffen sind. Eine Verwahrungspflicht besteht für den Platzhalter nur, wenn hierüber eine besondere schriftliche Vereinbarung getroffen ist.

(…)

2.10 Bewegungsunfähige Luftfahrzeuge

2.10.1
Bleibt ein Luftfahrzeug auf dem Flugplatz bewegungsunfähig liegen, so darf der Flugplatzunternehmer es auch gegen den Widerspruch des Luftfahrzeughalters auf dessen Kosten von den Flugbetriebsflächen entfernen, soweit dies für die reibungslose Abwicklung des Luftverkehrs notwendig ist. Die Flugplatzbetreiberin haftet für die Verursachung von Schäden nur, soweit dieser oder ihren Erfüllungsgehilfen Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last gelegt werden kann.

2.10.2
Bleibt ein Luftfahrzeug bewegungsunfähig liegen und entsteht der Flugplatzbetreiberin dadurch ein Schaden, so haften der Luftfahrzeughalter und/oder derjenige, der das Fahrzeug in Gebrauch hatte, dem Flughafenunternehmer für den daraus entstandenen Schaden. Die Haftung ist ausgeschlossen soweit dem Luftfahrzeughalter und/oder denjenigen, der das Fahrzeug in Gebrauch hatte am Liegenbleiben des Luftfahrzeugs kein Verschulden trifft. Mehrere zum Schadensersatz verpflichtete haften als Gesamtschuldner.

(…)

3.3.2 Rollfeld

3.3.2.1
Die zum Betreten oder Befahren nach Absatz 3.3.1.1 notwendige Einwilligung erteilt der Flugplatzunternehmer im Einvernehmen mit der Flugverkehrskontrollstelle. Wer das Rollfeld betritt oder befährt, darf sich nur nach den Weisungen der Flugverkehrskontrollstelle bewegen und hat insbesondere deren Funksprüche, Lichtsignale und Zeichen zu beachten; über deren Bedeutung hat er sich zu unterrichten.

3.3.2.2
Will ein Beauftragter der in Absatz 3.3.1.4 bezeichneten Behörde das Rollfeld betreten
oder befahren, so hat er

  • außer der Benachrichtigung des Flugplatzunternehmers
  • die Erlaubnis der Flugverkehrskontrollstelle einzuholen und die Vorschriftzum Absatz 3.3.2.1 Satz 2 zu beachten.

3.3.2.3
Flugzeuge, die bei Dunkelheit das Rollfeld befahren, müssen so beleuchtet sein,
dass ihre Bewegungen von der Flugverkehrskontrollstelle aus verfolgt werden können.

3.3.2.4
Bei unsichtigem Wetter darf das Rollfeld nur von Fahrzeugen befahren werden, die

  • in ständiger Funksprechverbindung mit der Flugverkehrskontrollstelle stehen und mit einem Blinklicht ausgerüstet sind, oder
  • von einem Leitfahrzeug geführt werden.

Der Flugplatzunternehmer kann im Einvernehmen mit der Flugverkehrskontrollstelle
Ausnahmen zulassen.

(Änderungen vorbehalten!)